Großeinsatz in Garding! Rauch, piepende Rauchwarnmelder,
Explosionen, Geschrei –
zum Glück nur eine Übung!
Am Freitag, den 08.05.2026, übte die Feuerwehrbereitschaft Nordfriesland gemeinsam mit dem DRK und der Regieeinheit IuK (Information und Kommunikation) beim Abfallwirtschaftszentrum Eiderstedt im Kirchspiel Garding.
Ausgearbeitet von Finn Sörge Hansen startete die Übung gegen 18:30 Uhr.
Zunächst wurden die Zugführer durch die Regieeinheit an die Einsatzstelle beordert, welche eine erste Erkundung vornahmen. Im Anschluss wurden die Rüstwagen vom Bereitstellungsraum am Hafenplatz durch einen Zugführer zur Einsatzstelle gebracht. Ihre Aufgabe: die Befreiung von zwei eingeklemmten Personen unter einem Baum sowie einem Container. Unter anderem mithilfe der Seilwinden konnte diese Lage zügig abgearbeitet werden.
Währenddessen trafen nach und nach die alarmierten Löschfahrzeuge ein. Die Erkundung der Zugführer ergab einen Brand in der Sortierschleife mit einer unbekannten Anzahl an vermissten und vermutlich verletzten Personen. Umgehend wurde eine Wasserversorgung aufgebaut, ein Atemschutzpool eingerichtet und die ersten Trupps gingen in die – durch Partynebel „verrauchte“ – Halle zur Menschenrettung vor.
Für möglichst realistische Bedingungen wurden Rauchwarnmelder versteckt, die Jugendfeuerwehr simulierte lautstark Hilferufe und Knallkörper stellten Explosionen dar. Zusätzlich wurde ein Atemschutznotfall eingespielt.
Im weiteren Verlauf baute das Modul Wasserversorgung mit dem Schlauchwagen eine lange Wegstrecke zu einem entfernteren Hydranten auf.
Die Versorgung der Verletzten übernahm das DRK, welches diese anschließend in das simulierte „Krankenhaus“ im Gerätehaus transportierte.
Die Regieeinheit stellte während der gesamten Übung den Funkverkehr sicher und dokumentierte das Einsatzgeschehen. Auch die Drohneneinheit bekam eine Aufgabe: Mithilfe der Drohne musste anhand von Wärme- und Kältemustern ein Rätsel gelöst werden, welches letztlich zum Auffinden einer weiteren vermissten Person führte.
Parallel dazu erhielt das Modul Energieversorgung den Auftrag, mittels Netzersatzanlage (NEA) die Polizei in Garding mit Strom zu versorgen. Hierfür wurden Leitungen geprüft, Sicherungen gezogen und eine Erdung aufgebaut, um Schäden zu vermeiden.
Gegen 20:00 Uhr hieß es dann: Übungsende. Unter dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ wurden gemeinsam Schlauchleitungen zurückgebaut, Atemschutzgeräte wieder hergerichtet und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt. Im Anschluss folgte die Manöverkritik im Gerätehaus.
Hier begrüßte Timo Kier (stellv. Wehrführer) zahlreiche Gäste: Herr Hecht (AWNF), Herr Erb (ALBA), Frau Skomrock (ALBA), Richard Merkner (Bürgermeister Kirchspiel Garding), Marc Mast (2. stellv. Bürgermeister Garding), Hartmut Sethe (stellv. Kreiswehrführer), Boye Hach (Kreis Nordfriesland) und die Presse vertreten durch Michael Jacobs (Eiderkurier) und Helmuth Möller (NT Regional).
Das DRK sorgte im Anschluss für die Verpflegung aller Beteiligten – vielen Dank dafür!
Ein besonderer Dank gilt der AWNF und der Firma ALBA, die es ermöglicht haben, dieses Objekt zu beüben. Ebenso bedanken wir uns bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die als Statisten einen großartigen Job gemacht haben!
